Ein Raum Haus – wo Architekt­innen arbeiten

Ein Ein-Raum-Haus in Holzständerbauweise? Klingt unspektakulär. Ist es aber nicht.

Eine homogene Gebäudehülle aus Streckmetall. Changierend im Licht. Große Glasflächen – talseitig raumbreit und bodentief mit Aussicht. Sichtestrich. Funktionsblock als Raumteiler. 

Was nach Reduktion klingt, ist in Wahrheit ein Statement: für Offenheit, Klarheit – und Konzentration aufs Wesentliche. Hier wird gedacht, gezeichnet, verworfen, neu gedacht. Ein Kreativraum, ein Rückzugsort, ein kleines Haus mit großer Wirkung.

Ein „Monopoly-Haus“, wie der Bauherr es nannte

Ein Raum Haus – wo Architektur entsteht

Wer wissen will, wo gute Architektur beginnt, darf hier gerne einen Blick hineinwerfen. In ein Haus mit einer Fläche wie ein mittelgroßes Wohnzimmer. Und mit den Möglichkeiten eines ganzen Ideenateliers.

Gebaut wurde es als Ein-Raum-Haus in Holzständerbauweise – minimalistisch, effizient, funktional. Und dennoch: Wer es betritt, spürt sofort, dass hier nicht nur gearbeitet, sondern gestaltet wird.

Reduktion, die Wirkung entfaltet

Die Fassade: ein Spiel aus Licht und Struktur und Zeit. Denn das Metall verändert sich – es ist unbehandelt und rostet. Das darf es, das soll es! Streckmetall, das changiert – zwischen Homogenität, Durchblick und Reflexion. Die Glasfront: bodentief, weit geöffnet zur Landschaft. Die Übergänge von Innen und Außen sind fließend.

Drinnen dominieren homogene Oberflächen: Wände und Dachschrägen in vergrauter Brettholzschalung. Boden in Sichtestrich. Einbauten in anthrazitfarbenem Schichtstoff. Unverspielt, klar, ehrlich. Der Raum: offen, hoch, lichtdurchflutet. Kein Flur, kein Büroflügel. Einfach ein Ort, der Luft lässt zum Denken – und Struktur gibt zum Arbeiten.

Ein Raum, viele Möglichkeiten

Was auf dem Papier wie Verzicht klingt – Ein Raum. Punkt. – wird in der Nutzung zur Quelle der Freiheit. Ein großer Tisch. Eine Sitzecke. Hinter Schiebewänden versteckte Regale, Materialmuster, Pläne an der Wand. Nichts trennt, nichts stört. Alles ist in Bewegung.

Eine Hülle, ein Gedanke

Vier Wände und ein Satteldach – ohne Vorsprünge, ohne Ausschnitte, ohne Gauben, ohne Dachüberstand, ohne Vordach, ohne sichtbare Rinnen und Rohre. Eine Hülle wie aus einem Guss. Was so einfach aussieht, ist das Ergebnis präziser Planung: Homogen, ruhig, geschlossen. Keine Ablenkung – dafür maximale Konzentration auf Form, Material und Proportion. Die äußere Klarheit wird zur inneren Haltung.

Kreativität braucht Klarheit

Die Entscheidung für eine einfache Bauweise war kein Kompromiss – sondern eine Überzeugung. Holzständerbau. Hochgedämmte Hülle. Reduzierte Technik. Dafür maximale Gestaltungsfreiheit.

Hier wird nicht repräsentiert, sondern gelebt. Ein Haus wie ein Skizzenbuch: auf das Wesentliche konzentriert – und offen für Entwicklung.

Ein Haus, das zeigt, wie wir denken

Das Ein-Raum-Haus ist unser Arbeitsraum. Aber auch ein Stück Haltung. Es zeigt, was wir unter guter Architektur verstehen: Klarheit, Qualität, Offenheit. Und den Mut, Dinge einfach zu machen – damit sie wirken können.

Neugierig geworden?

Projektdaten:

#einraumhaus
#neubauinerbach
#streckmetall
#homogenegebäudehülle
#holzständerbauweise

UNSER DENKEN FORMT DEN RAUM